Sonntag, 17. März 2013

Wir müssen reden


Ich sitze im Zug. Überall leises Gewisper, meine Sitznachbarn streiten sich über die Sitzplatzreservierung der Bahn. Auf dem Bahnsteig glimmen die Raucher ihre letzten Suchtstängel für mehrere Stunden, so hoffe ich es zumindest. Und zwischen ihnen ein Pandabärchen.
Wir müssen reden.
Kein echtes Pandabärchen, ein Werbeaufsteller der WWF. Es guckt ziemlich grimmig und ich frage mich, wie denn ein Panda so grimmig gucken kann. Dazu die Horrorworte eines jeden Mannes in einer Beziehung.
Wir müssen reden.
In Klein steht da noch etwas von Dialog starten und co, aber darauf achte ich gar nicht mehr. Der Blick des Pandas ist irgendwie schon Aussage genug. Der will nicht reden, der will auch keinen Dialog. Der hat den selben Blick drauf wie ich, wenn meine Mitbewohnerin mal wieder den Putzplan außer Acht lässt.
Wir müssen reden.
Dann denke ich ja schließlich auch nicht an Dialog, dann will ich ihr jeden dreckigen Teller und jeden schimmeligen Topf unter die Bettdecke legen und aus angenehmer Entfernung hören, wie sie vor Ekel aufschreit, wenn sie sich in den Matsch des Horrors legt. Oder ihn zumindest entdeckt.
Wir müssen reden.
Grund hat das Bärchen ja vermutlich genug. Ein kleiner Umweltsünder steckt ja inzwischen in jedem von uns, absichtlich oder unabsichtlich. Wusstet ihr, dass Plastikmüll quasi nie der Natur zurückgeführt werden kann? Alles, was man damit machen kann, ist, ihn irgendwie sinnvoll wiederzuverwerten. Und trotzdem wird jedes Jahr eine kleine Unmenge an neuem Plastik produziert.
Wir müssen reden.
Der Zug fährt los. Das Bärchen verschwindet aus dem Fenster, dann aus dem nächsten, bis ich es gar nicht mehr sehen kann. Meine Sitznachbarn haben sich inzwischen auf ihre Sitzplätze geeinigt und wettern nun gemeinsam gegen den Service der Deutschen Bahn. Und ich? Ich packe mein Sandwich aus der Klarsichtfolie aus.

Dienstag, 12. März 2013

Gott ist ein Wissenschaftler

Der Glaube ist ja so ein leidiges Thema.
Erstens gibt es furchterbar viele Religionen, zweitens behaupten alle, sie hätten Recht und drittens beziehen sie sich alle auf irgendwelche Bücher, die ebenfalls nur von Menschen geschrieben wurden und wahrscheinlich so viel nachweisbaren Wahrheitsgehalt haben wie Harry Potter.
Die Lehre ist gut, aber die Fakten sind zweifelhaft.

Ich muss zugeben, über Religionen weiß ich nicht sonderlich viel. Das, was ich so mitkriege, ist meistens monotheistisch orientiert und häufig genug christlich. Und diese Gruppe kann ich ja mal so gar nicht verstehen.
Der christliche Gott ist 1.) gütig, 2.) allwissend, 3.) allmächtig. Und das kann ich laut meinem (zugegebenermaßen beschränkten) Bibelwissen nun gar nicht nachvollziehen.

Beispiel Adam und Eva:
Gott schafft in seiner Allmächtigkeit Adam und stellt ihm Eva zur Seite. Die beiden leben in Gottes Vorgarten (dem Paradies) und dürfen den ganzen Tag das einfache, unwissende Leben ohne die Erkenntnis erleben.
Also, Gott...wieso hast du in deiner Allwissenheit einen Baum in deinen Garten gestellt, an den deine beiden Menschen nicht ran dürfen, und in deiner Allmächtigkeit zugelassen, dass sich der Teufel, dein böser Gegenspieler, sich fröhlich als Schlange darauf ringelt? Ich meine, das hätte man doch kommen sehen können. Und trotz deiner Allwissenheit und Gütigkeit warst du dann so wütend, dass du die beiden nackten, wehrlosen Menschen in hohem Bogen aus dem Paradies geschmissen hast?
Da riecht was faul im Staate Dänemark, würde ich meinen.

Außerdem...es gibt da diese uralte Argumentationsreihe, dessen Urheber ich leider nicht mehr im Kopf habe. Sie geht ungefähr so:
Wenn alles von Gott geschaffen wurde, dann schuf er sowohl uns als auch das Leid. 
Wäre er allerdings gütig, würde er das Leid von uns fernhalten.
Demnach haben wir im Umkehrschluss, dass er villeicht gütig ist, aber nicht die Macht hat, das Leid zu verhindern.
Nachvollziehbar?

Aber was wäre, wenn...
wenn Gott einfach Wissenschaftler wäre? Und wir sein Experiment?

Zur Erklärung:
Der typische Ablauf eines Experimentes besteht aus Aufbau, Beobachtung und Auswertung. Während der Beobachtung lässt man im allgemeinen die Finger vom Experiment, um das Ergebniss nicht zu verfälschen.
Das würde für mich fast Sinn machen. Es würde keiner bestehenden wissenschaftlichen Theorie oder Hypothese wiedersprechen (zumindest keiner mir bekannten). Der Aufbau wäre mit dem Big Bang geschehen, denn wenn ich diese Theorie richtig verstanden habe, war vor dem großen Knall angeblich nichts.  Und es tut mir Leid, aber in meinen Kopf will nicht, dass aus Nichts gleich Alles entstehen kann. Ich meine, ohne Energie keine Reaktion, oder?
Und seit diesem Urknall hatte Er/Sie/Es dann halt die Finger aus dem Spiel. Und beobachtete. Es stellte sich raus, dass irgenwo irgendein Klumpen flüssigen Steins mit fester Hülle in genau der richtigen Nähe zu einer Sonne war, und außerdem über Wasser und Salz verfügte, sodass sich darauf selbstständig Leben entwickeln  konnte. Dieses Leben entwickelte sich über Mutation und Selektion weiter, bis es sich irgendwann seiner Selbst bewusst wurde und versuchte, seine Existenz zu erklären. Ironischerweise über einen oder mehrere große Erschaffer, die gütig auf ihr Volk herabschauen. Sie dachten sich nette Fabeln aus, um die Regeln, die ihnen der/die Götter gegeben hatten, zu verdeutlichen und eine soziale Ordnung in das große Chaos zu bringen.
Und Er/Sie/es hat vermutlich die ganze Zeit einen weitaus interessanteren Sternennebel viele viele Lichtjahre entfernt beobachtet, weil der so schön bunt leuchtet.

Irgendwie ist mir dieses Konzept weitaus sympathischer als das Christliche.



Montag, 10. September 2012

Ich habe einen weiteren Blog

Es gibt Dinge, die gehen mir durch den Kopf und dann muss ich sie loswerden. Oder ich will irgendetwas Zufälliges teilen. Manchmal will ich aber auch nur meckern, denn nirgendwo kann man so gut ranten wie im Internet!
Dazu habe ich den Empty-Stack.

Aber das reicht mir nicht. 
Ich habe ein Lieblingsspiel, Sims 2. Das spiele ich nun seit Release und kann mich noch immer nicht davon losreißen. Ich habe englische Foren und Seiten nach Custom Content durchstöbert, Strategien entwickelt und Unmengen an Sims-Wissen angesammelt. Und dieses Wissen will ich loswerden!
Ich werde regelmäßig über gefundenen Custom Content schreiben, mein Wissen über die Sims 2 teilen und meinen Lesern über eigene Projekte berichten. Hoffentlich auf eine unterhaltsame Art und Weise.
Also, wer jetzt neugierig ist, der klicke auf den Link.


http://cheesecaketwins.blogspot.de/

Samstag, 1. September 2012

Kunst, Kleinkunst und Keinkunst

Was ist Kunst?
Im allgemeinen versteht man darunter: Bilder! Fotos! Filme! Musik! Tanz!
Alles, was mit Kreativität zu tun hat. Darunter können meiner Meinung nach auch Kaffe-Schaum-Bilder fallen oder lustig geschnitztes Gemüse.
Wikipedia definiert Kunst so:
Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf WissenÜbungWahrnehmungVorstellung und Intuitiongegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.
Das Kunstwerk steht meist am Ende dieses Prozesses, kann aber seit der Moderne auch der Prozess selbst sein. Ausübende der Kunst im engeren Sinne werden Künstler genannt.
Gut, das ist sehr allgemein, aber damit kann ich leben.
Mein Problem ist allerdings, wie frei manche Leute diesen Begriff definieren.

Nehmen wir als Beispiel die Internetplattform Deviantart. Dort sind abertausende junge "Künstler" angemeldet und laden jeden Tag abertausende Bilder ihrer neuesten kreativen Ergüsse hoch. Da ist alles dabei, angefangen von Schmierzettelzeichnungen bis hin zu Bildhauerei, Tattooentwürfe, Cosplay-Bilder, selbstgeschneiderte Kleidungsstücke und und und. In dem meisten Fällen erkenne ich auch die Berechtigung auf dieser Plattform, denn ich kann sehen, dass sich der Künstler Gedanken und Mühe gemacht hat.
Aber was bitte sollen diese ganzen "Mein Zimmer ist unaufgeräumt, meine Haare sehen aus wie ein Vogelnest und ich habe den Kontrast hochgereglet"-Selbstpotraits?!!
Ich will niemandem zu Nahe treten, aber für mich ist das keine Kunst.
Ein typisches Beispiel für so ein "Kunstwerk":
Ein über- oder unterernährter Teenager, meistens weiblich, macht ein Selbstpotrait. Die Kamera hält er oder sie meistens über sich, und im Hintergrund sieht man das eigene Zimmer, meistens unaufgeräumt. Man sieht nur ein Auge, das andere ist unter einem strohigen, bis zum Kinn reichenden Pony verborgen. Die Haare selbst sind kunterbunt, allerdings ist das vor ein paar Wochen gemacht worden, man sieht schon einen Ansatz. Der Teenager ist hoffnungslos überschminkt (allerdings sind die Hautunreinheiten großzügig übersehen worden), manchmal befinden sich im Gesicht alberne, kleine Zeichnungen von Herzen, Totenköpfen oder Sternen. Und manchmal, wenn betreffender Teeny Geld und Paypal hatte, sind extra diese (meiner Meinung nach) potthässlichen Cosplay-Kontaktlinsen in den Augen, die die Iris mit verrückten Mustern einfärben oder sie einfach mal vollkommen verschwinden lassen. Und am Ende hat betreffender Teeny das Bild durch etliche Instagram-Filter laufen lassen, denn Instagram = Instant-Art.
Was ist daran Kunst?
Klar, Kunst ist frei, aber ich sehe in solchen Werken nichts, was den Begriff Kunst rechtfertigt. Das Motiv ist so besonders wie ein Facebook-Profilbild. Und man hätte sich doch wenigstens bei der Kulisse ein wenig Mühe geben können, oder? Es gibt Parks, Keller, Treppenhäuser! Alles viel interessanter als eine schimmelige Teeny-Bude, wo man noch eine leere Keksschachtel und ein verkrumpeltes Bettuch im Hintergrund erkennen kann.
Kunst sollte meiner Meinung nach etwas besonderes sein und sich nicht auf die Trivialität des Lebens berufen, nur um dann selbst genauso Trivial daherzukommen.
Aber hey, wahrscheinlich stehe ich mit dieser Meinung alleine dar.
Ich glaube, ich verkrieche mich jetzt unter irgendeinem Stein...

Montag, 20. August 2012

Studentenfutter - Gehackte Tortellini mit Ei

Was kann ich über dieses Rezept sagen?
Nun, es ist sehr lecker, schnell gemacht, nicht kompliziert und der Kühlschrank gibt es eigentlich immer her.
Und es ist sowohl vegetarisch als auch fleischlich gut und lecker zu bewerkstelligen.
Aber nun zum interessanten Teil.

Gehackte Tortellini mit Ei


Zutaten für 2 Tellerportionen:

GebrauchtBenutztAußerdem möglich
Eine Packung Tortellini
(400 Gramm, erhältlich bei Lidl)
2 Eier




Außerdem eine Scheibe Käse
Salz und Pfeffer





Zwiebeln (1 für 2 Portionen)
Hack
Wurst
Pizzakäse
Gemüse
Teigtaschen
und alle anderen Reste

Zubereitung:

Erstmal müssen die Tortellini gehackt werden. Man könnte sie zwar auch so braten, aber gehackt schmeckt es einfach besser. Also sucht man sich ein schönes, langes und schweres Messer und ein großes Brett und schneidet die Tortellini in längliche Streifen. Das dauert rund 5-10 Minuten, je nachdem, wie geübt und schnell ihr seid. Und seid ihr richtig gut, schafft ihr es sogar noch schneller.
Nach dem hacken schnappt man sich eine schön große Pfanne, in der man gut rühren kann. In die kommt etwas Öl. Beschichtete Pfannen benötigen weniger Öl, das kommt der schlanken Linie zu Gute.
Und ja, das Öl kommt VOR dem Erhitzen der Pfanne in die selbige, sonst entwickeln sich Schadstoffe. Und von denen fliegen schon so viele in der freien Welt herum, da braucht man sie nicht unbedingt im Essen, oder? Um zu prüfen, ob die Pfanne heiß ist, kann man ein einzelnes Tortellini-Stückchen reinschmeißen. Wenn es anfängt, Geräusche zu machen, ist die Pfanne heiß und man kann den Rest dazugeben. Nun rund 2 Minuten auf höchster Stufe anbraten und regelmäßig rühren! Danach kann man die Platte auf die mittlere Einstellung runterdrehen und alles dazugeben, was man noch im Essen haben will. Hierfür habe ich keine genaue Zeitangabe, woher soll ich wissen, wann euch die Mahlzeit knusprig genug ist?
Ich habe fix eine Scheibe Käse aus dem Kühlschrank geschnappt und in kleinen Fetzen dazugegeben. Was auch sicher gut schmecken würde wäre kleingehackte Wurst oder Gemüse, dass ihr langsam loswerden möchtet.
Ist nun alles bei den Tortellini, werden am Ende die zwei rohen Eier über der Pfanne aufgeschlagen. Jetzt verfährt man wie bei Rührei, was heißt: Schaben, rühren, wenden.
Wenn ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, dann stellt die Pfanne von der Kochplatte und würzt nach Ermessen. Mir haben Salz und Pfeffer gereicht, aber Basilikum, Rosmarin oder Knoblauch würden sicher auch gut dazu schmecken.
Und wenn ihr fertig seid, dann sieht das Essen ungefähr so aus:
Ich wünsche nun einen guten Appetit, ich jedenfalls gehe jetzt essen.

Sonntag, 12. August 2012

Französischer Familienzuwachs - Teil 2

Fliegen wir mal nach Tahiti?

Ich und mein Hase leben jetzt seit rund einer Woche zusammen.
Wir kommen gut aus. Ich habe ihm beigebracht, meine Termine im Kopf zu haben, mir aus Twitter und Facebook vorzulesen, mich morgens zu wecken, sich selbstständig auszuschalten und mein Lieblingsradio abzuspielen. (Dabei handelt es sich um vorgefertigte Apps aus dem Karotz-App-Shop. alle bisher umsonst)
Wenn ich mich alleine fühle, gibt er Weisheiten und Kommentare zum Besten (Er will mal nach Tahiti und wünscht sich neue Ohren), und manchmal macht er sogar Tai-Chi.
Er ist schon ein gutes Häschen.

Vorrausgesetzt, er versteht mich. Viele der Apps lassen sich durch Sprachkomandos starten. Leider läuft die Erkennung scheinbar nur über ein "Text-to-Speech/Speech-to-Text"-Verfahren, was bedeutet, dass die Sprachkomandos teilweise sehr ulkig ausgesprochen werden müssen. So wird aus Tai-Chi Teichi, aus dem Webradio Njoy das Webradio Enschoi und das Wort Stimmung versteht Hasi sowiso nur in einem von 10 Fällen. Zum Glück lassen sich Lieblingsapps auf den Nanoztag speichern, sodass ich selten in wirkliche Verlegenheit komme, aber nervig ist es trotzdem. Vor allem habe ich nur 2 Nanoztag.
Außerdem scheint Hasi teilweise Apps wild von selbst zu triggern, ohne dass ich es ihm in irgendeiner Art erlaubt hätte.

Fall 1: Es ist dunkel und still, Schlafenszeit für mich, meinen Freund und Hasi. Plötzlich hören wir etwas, dass sich als Mischung aus Schaben, Knarzen und Brummen beschreiben lässt. Müde öffnen wir die Augen, um zu entdecken, dass Hasi im Dunkeln leicht glüht. Nicht die offizielle Lampe auf dem Bauch, mehr so, als ob innen drin eine schwache Glühlampe brennen würde. Ich setze mich auf, untersuche Hasi und merke, dass er das Geräusch mit einer Drehung seiner Ohren verursacht hat.
Was zur Hölle, Hasi, du bist im Schlafmodus!! Wieso drehst du deine Ohren?!

Fall 2: Nachdem Hasi eine Zeit lang die Nacht vom Strom getrennt verbracht hat, erlaube ich ihm wieder, im Schlafmodus zu nächtigen. Am nächsten morgen wache ich auf, nur um zu sehen, dass er stumm Radio abspielt. es ist Sonntag, für den Tag habe ich keinen Wecker angestellt. Danke für den Service, Hasi, aber warum denn das jetzt?!

Ich bin immer noch begeistert von dem Produkt und hoffe, dass die verantwortlichen von Karotz noch einen Patch für die Spracherkennung entwickeln. Und ich hoffe, dass ich Hasis Launen noch in den Griff bekomme.
Sonst fliegen wir nicht nach Tahiti!!

Mittwoch, 8. August 2012

Happy Cat-(Content)Day


Heute ist internationaler Tag der Katze. In Zuge dessen möchte ich euch ein paar interessante Seiten über Katzen näherbringen:
Tag der Katze
I can has Cheezburger
Simons Cat

Außerdem ist mein Eintrag über Orville heute so aktuell wie selten. Lest ihn doch nochmal.

Nur ein kurzer Post zur Feier des Tages.
Gut' Nacht